object of the month – elephant in a castle

 

Ein dreiwöchiger Anstaltsaufenthalt in der Gegend bot endlich Gelegenheit die berühmte Kunstkammer in Forchtenstein mehrfach zu besuchen und zu beforschen. Schwer zu sagen, welches da mein Lieblingsobjekt wäre. Jene geheime Treppe von den Privatgemächern direkt in die Kunstkammer?

Die fantastisch surreale Assemblage von Tierpräparaten und merkwürdigen Fundobjekten, die fast an eine frühe Arbeit von Daniel Spoerri denken lässt?

Oder die unglaublich dichte und vollständig erhaltene Ansammlung vor Archivalien?

Der Elefant fiel mir vor allem auch deshalb auf, weil er einen Ortswechsel vornehmen durfte und daher in verschiedenem Präsentationskontext unterschiedlich glänzte. Zuerst stand die Spieluhr oben in der Ahnengalerie als besonderer Blickfang vor den meist düsteren Portraits, später weiter unten in der völlig original erhaltenen Möblierung der Kunst- und Wunderkammer als Highlight zwischen machen Leerstellen in der Objektsammlung.

Dieser Elefanten-Automat von Easmus Biernbrunner aus Augsburg um 1580 ist ein typisches Prunkobjekt fürstlicher Repräsentation. Vor allem bezauberte es durch seine kunsthandwerkliche Fertigung sowie die feine Mechanik, deren technische Funktionsweise allerdings nicht mehr vorgeführt wird oder werden kann.

Kunstkammer Forchtenstein

 

 

 

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