musica femina

Von diesem ‚projekt in progress‘ von Clarisse Maylunas und Irene Suchy war schon länger die Rede, endlich kam es zur Ausstellung über die Rolle der Frauen als Kreative quer durch die Musikgeschichte in den historischen Räumlichkeiten der Orangerie in Schönbrunn (nicht ganz leicht zu finden, der Zugang ist näher am Schloss als zum Meidlinger Tor und mit einem einfachen Ticket nur für den Besuch der Orangeriegebäude erreichbar).

Das Fehlen der weiblichen Positionen etwa im Haus der Musik rechtfertigt die Bemühungen der Ausstellungskuratorinnen als mehr als überfällig. In neun Räumen wird dies nun neu ersichtlich und hörbar mit über 30 Stunden Musikbeispielen. Frauen im zeitgenössischen Musikschaffen sind wohl weniger überraschend als die Kompositionen aus alten Zeiten und so sind etwa Rosa Giacinta Badalla oder Elisabeth Jacquet de la Guerre wahre Entdeckungen für mich!

Genug Zeit an einem trüben Tag sollte man sich schon nehmen: es wird nicht genug sein. Gegenüber der Fensterfront gibt es an der Wand die längste Notation der Welt mit allen Namen der wichtigsten Proponentinnen, angefangen bei Sappho bis … ja, ein neuer, weiterer Besuch wird nötig sein, am Ende war die Aufmerksamkeit dann doch überfordert.

Ein Begleitprogramm mit Führung und Konzerten ergänzt die Ausstellung noch bis Anfang September.

musica femina

clarisse maylunas

irene suchy

 

Share On Facebook
Share On Twitter
Share On Pinterest